Medikamentöse Sicherheit

Alles ist eine Frage der Dosierung
 
Schon gegen das Ende des Mittelalters wusste der Schweizer Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker, Laientheologe und Philosoph Paracelsus (eigentlich Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, 1493-1541), dass es beim Einsatz von Substanzen als ”Heilmittel“ ganz massgeblich auf die Dosis ankommt*. Das gilt natürlich auch für alle modernen Anästhetika.
 
Dem unglaublichen Fortschritt in allen Sparten der Medizin in den letzten 30-50 Jahren ist es zu verdanken, dass diese Medikamente heute mit einem sehr hohen Sicherheits- und Zuverässigkeitsgrad eingesetzt werden können. Dank der modernen Überwachungstechnologien sind die individuellen Wirkungen der Anästhetika am Patienten kontinuierlich beobachtbar und können durch feinabgestimmte Anpassungen der Dosierungen exakt an die einzelnen Phasen der Operationen angepasst werden. Diese perfekte Steuerbarkeit wird vorallem dadurch erreicht, dass heute für alle wesentlichen, für die verschiedenen Anästhesieverfahren notwendigen Medikamentengruppen (Anästhestika, Opiate, Relaxantien, Lokalanästhetika) sehr kurzwirksame Präparate auf dem Markt sind.
 
Erst diese extrem gute Steuerbarkeit hat die ambulante Anästhesie in Arzt- und Zahnarztpraxen ermöglicht. Dies erlaubt es, Patienten relativ kurz nach der Durchführung eines – unter Umständen mehrstündigen – Eingriffes wieder nach Hause entlassen zu können, ohne dass Komplikationen als Folge von Nachwirkungen (z. B. Opiat- oder Relaxantienüberhänge) befürchtet werden müssen. 
 
Für die von uns durchgeführten ambulanten Anästhesien setzten wir zur Sicherheit unserer Patienten durchwegs nur solche modernen, kurzwirksamen Präparate ein.

*) ”Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht’s, dass ein Ding kein Gift sei.“ Paracelsus, ”Die dritte Defension wegen des Schreibens der neuen Rezepte” in ”Septem Defensiones”, 1538